Benötigen Sie eine Lernplattform (LMS) oder geht es auch ohne?

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Die Lernplattform ist bei den meisten eLearning-Projekten, die ich kennengelernt habe, das erste und größte Thema. Nahezu jedes Unternehmen beschäftigt sich zunächst mit der Frage: Welche Lernplattform soll oder will ich einführen? So schwirren schnell Begriffe wie LMS, LCMS, SCORM, xApi, TinCan und andere ungewöhnliche Abkürzungen durch den Raum.

Doch ist das wirklich nötig? Und ist das die erste Frage, die man sich bei Projektbeginn stellen sollte? 

Definitiv nicht!

eLearning hat, wie bereits beschrieben, drei grundlegende Bestandteile: Infrastruktur (=Technik), Lerninhalte, und Services (z.B. Administration und Lernbegleitung). Der Erfolg Ihres Projektes hängt aber zum größten Teil von den Lerninhalten und den Services ab.

Die erste Frage ist immer: "Welchen Trainingsbedarf will ich mit eLearning decken?"

Die beste Lernplattform hilft Ihnen nichts, wenn Sie mit Ihrem Angebot keinen oder nur wenige Inhalte haben und diese nicht den Bedarf der Mitarbeiter und der Geschäftsleitung decken. Dieser Punkt ist der Kern Ihres Angebots - und wird häufig am stärksten vernachlässigt. Nutzen Sie Ihren Kontakt zu den Mitarbeitern und Führungskräften um zunächst genau zu verstehen, welcher tatsächliche Trainingsbedarf real vorhanden ist. Finden Sie heraus, welche Fähigkeiten und Kompetenzen am Ende des Trainings vorhanden sein müssen, um den Lernern auch im Arbeitsalltag einen Nutzen zu bieten.

Mit dieser Bedarfsliste können Sie nun weitere Fragen beantworten:

  • Wer ist die Zielgruppe und welche Geräte stehen diesen zur Verfügung?
  • Wie ist die Lernumgebung beschaffen?
  • Wie fit ist die jeweilige Gruppe im Umgang mit diesen IT-Geräten?
  • Wie leicht oder schwer fällt der jeweiligen Zielgruppe lesen, hören oder sehen in der jeweiligen Trainingssprache?

Direkt hieraus leiten sich dann Ihre Make or Buy Entscheidungen ab, also die Frage, ob Sie Standard-Inhalte "von der Stange" nutzen oder eine individuelle Produktion beauftragen.

Damit zusammen hängen dann natürlich auch die Inhalts- und Lernerbezogenen Services und Aufgaben, die zu erledigen sind (Recherche, Verhandlungen, Projektplanung, ggf. Erstellung, Lernbegleitung etc.)

Die letzte Frage ist: "Wie realisiere ich das technisch?"

Erst jetzt, nachdem die obigen Punkte geklärt sind, stellt sich die LMS-Frage. Und es gibt einige Fälle, in denen Sie keine zusätzliche Technik benötigen. Wenn Sie zum Beispiel eine Pflichtunterweisung in Ihrem Intranet abbilden und die Mitarbeiter am Ende (mit oder ohne Lernerfolgskontrolle) in einem Formular Ihre Bescheinigung bestellen können, dann haben Sie das Thema mit Bordmitteln und ohne LMS schnell gelöst.

Wenn Sie jedoch feststellen, dass Teile des Trainingsbetriebes automatisiert werden sollen, dann rückt die Lernplattform etwas mehr in den Fokus. Typische Aufgaben hier sind: Lernerverwaltung und Absicherung durch Login, Speicherung von Lernstandsdaten auch über das Training hinaus, Lernerbetreuung durch Trainer, automatische Buchungs- und Genehmigungsprozesse und ähnliches.

Und auch hier gibt es - dank der modernen Cloudlösungen - viele Möglichkeiten, zunächst mit einer extern gehosteten Lernplattform zu starten und erste Erfahrungen zu sammeln und erst im zweiten Schritt eine eigene Lernplattform einzuführen. Und dann - aber erst dann - macht die Einführung einer Lernplattform Sinn.

Fazit

Denken Sie Ihr erstes Projekt immer von den Nutzern und dem Inhalt aus und vergessen Sie zunächst die Technik. Viele Einstiegs- oder Pilotprojekte können hervorragend ohne eine Lernplattform realisiert werden. Sobald die Anzahl der Themen, Lerner und Trainer größer werden, lohnt sich der Automatisierungsgedanke. Und auch hier ist ein schrittweises Vorgehen Zeit-, Budget und Nervenschonend. Die Automatisierung legt immer auch bisher nicht definierte Abläufe fest und dies ist häufig ein deutlicher Mehraufwand in der Implementierung. Dieser Mehraufwand lohnt sich erst bei der regelmäßigen Nutzung von eLearning.

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